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 Veröffentlicht von am 21.10.2012
Okt 212012
 

Mit der Alster-Barkasse durch die Winterhuder Kanäle und über die Alster zurück in die Innenstadt.

durch Hamburgs nasse Hinterhöfe

Nachdem uns die Hochbahn sicher in Winterhude abgeliefert hat, gelangen wir nach kurzem Fußweg zum Anleger am Stadtparksee.
Dort macht gerade der Alsterdampfer „St. Georg“ die Leinen los.

„Dampfer“ ist hier wörtlich zu nehmen. Im Bauch des 1876 gebauten Schiffes verrichtet eine ölgefeuerte Zweizylinder-Dampfmaschine ihre Arbeit. Mit einer respektablen Rauch-fahne entschwindet die „St. Georg“ durch die Stadthallenbrücke.

Neben dem Dampfer ist an diesem Tag auch die wesentlich kleinere Barkasse „Aue“ auf den Kanälen im Einsatz, hier im Goldbekkanal kurz vor dem Übergang in den Barmbeker Stichkanal.

Hutnadelspitzen waren in den ersten Dekaden des zwanzigsten Jahrhunderts ein ernstes Problem im ÖPNV. Deshalb gilt auch auf der 1926 gebauten Barkasse der §23 der Polizeiverordnung vom 25.01.1912.

Wir unterqueren die Brücken des Stichkanals und tuckern mitten durch die Stadt. Bis in die 60er Jahre war die Linienschifffahrt auf Alster und Kanälen ein wichtiger Bestandteil des innerstädtischen Verkehrs und wurde von der Hochbahn AG betrieben.

Heute spielen die Kanäle im ÖNPV keine Rolle mehr. Stattdessen sind sie den Hamburgern ein beliebtes Freizeit-revier geworden.
Achtern können die Piraten mit dem 55 KW Jastram Diesel auf Dauer jedoch nicht mithalten.

Nach Passage des Osterbekkanals Richtung Westen und einem Zwischenstopp am Mühlenkamp erreichen wir schließlich das offene Meer,…

 …bzw. die Außenalster.
Auf dem 164 ha großen See im Herzen Hamburgs sind an diesem schönen Herbsttag zahlreiche Segelboote unterwegs, darunter auch…

… dieser Oldtimer, der hier vor den Doppeltürmen des Mariendoms kreuzt.

An Backbord die Einmündung des Mundsburgkanals mit Schwanenwikbrücke und Mundsburger Brücke schon herbstlich dekoriert.

Nach einer knappen Stunde Fahrtzeit erreicht die „Aue“ die Binnenalster und macht am Anleger am Jungfernstieg fest.

Unter dem Grund der Binnenalster befindet sich übrigens einer der größten U- und S-Bahn-Knoten Hamburgs. Von dort aus beginnen wir den letzten Teil unseres verkehrshistorischen Ausflugs:

Teil 3 – Reise nach Bergedorf mit Umstieg»

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