Winter im Baakenhafen

 Veröffentlicht von am 17.01.2013
Jan 172013
 

Eine dünne Schneedecke, gelegentliche Wintersonne und der Hamburger Silberhimmel tauchen den Hafen dieser Tage in ein ganz eigenes Licht und sorgen für eine besondere Stimmung.

Warten auf dem Grasbrook. Einst stand hier der Venloer Bahnhof, später dann der Hauptgüterbahnhof. 1999 wurde der Betrieb hier eingestellt. Die Lagerhalle ist eines der letzten Relikte dieser Zeit und wartet auf den Abriss. Sie wird bald dem Lohsepark weichen.
Unter der Erde wartet unterdessen ein neuer Bahnhof darauf, den Betrieb aufzunehmen.

Der Fahrstuhl der Station „Hafencity Universität“ endet derzeit zwar noch im baulichen Nichts mit Dixi Klo, wird aber immerhin schon videoüberwacht.

Ein ICE rollt die „Pfeilerbahn“ hinab zur Elbe, um seine Reise Richtung Süden zu beginnen. Der historische, gemauerte Bahnviadukt musste allerdings in den letzten Jahren einem befestigten Damm mit „Spundwänden“ weichen. Die Hamburger waren nie sonderlich zimperlich, wenn es um die Entsorgung alter Bausubstanz ging.

So wird auch dieses Gebäude schon in Kürze abgebrochen, denn mit der Auflösung der Freihafenzone, haben die Kontrollpunkte des Zolls ausgedient. Bis Silvester 2012 war dieser Zollposten ständig besetzt.

Nun steht er leer und der Entwicklung der Hafencity im Wege. Die im Überflutungsgebiet verlaufende Versmannstraße soll 2013 auf ein hochwassersicheres Niveau erhöht werden.
Im Hintergrund ist die S-Bahnbrücke über den Billhafen zu erkennen.

Ankunft der Spaßgesellschaft. Schon seit einigen Jahren hat dieser Kran am Becken des Baakenhafens nichts mehr verladen.
Hätte der rüstige Rentner nicht einen Altersteilzeit-Job als Abwurfanlage für Bungeespringer gefunden, wäre auch er sicher schon längst abgerissen worden, denn auch hier muss alles weg.

Die blau-gelben Doppelstockzüge der Metronom Eisenbahn prägen seit Jahren das Bild auf der Magistrale zwischen Harburg und dem Hauptbahnhof. In engem Takt rollen sie vorbei.

Auf der anderen Seite, hinter Bahnstrecke und dem Becken des Oberhafens laden LKW vor der wellenförmigen Dachkonstruktion des Großmarktes.

Von Westen her wächst die Stadt langsam in das alte Hafengebiet hinein. Alle Aussichten hier sind temporär. Sie ändern sich von Jahr zu Jahr.

Die S3 erklimmt die Brücke über den Billhafen. Davor die imposante, gebogene Brücke der Güterbahn und der Zollzaun.
Letzterer umspannt auf einer Länge von 18 Kilometern das ehemalige Freihafengebiet – noch.

Weiter westlich auf der anderen Seite der Noderelbe läuft der Hafenbetrieb auf Hochtouren. Am Kai der Norderwerft am Ellerhozdamm liegen die Feederschiffe „OPDR Tanger“ und „Iris Bolten“.

Gleise der Hafenbahn am Ellerholzdamm. Auf Steinwerder dominiert der Hafenbetrieb. Am Ende der Straße allerdings stößt man nicht auf Schiffe, sondern auf ein beliebtes Musical Theater.

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