Klein(st)kunst

Derzeit ist im Hamburger Miniatur Wunderland eine ganz besondere Ausstellung zu bewundern. Fünf Künstler haben im kleinen Venedig ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und ganz besonders kleine Streetart Projekte geschaffen. Das Ganze ist nur bis zum 13.07. zu bewundern, denn die Werke werden für einen Guten Zweck versteigert.

Streetart

Schon lange setzt sich das Miniatur Wunderland regelmäßig für wohltätige Zwecke ein. Mit der Spendenpin Aktion wurden im Laufe der Jahre die unterschiedlichsten Initiativen unterstützt.
Eine ganz spezielle Aktion für „Viva con Agua“ ist derzeit im Wunderland zu bestaunen. Fünf Künstler haben im neuen Venedig Abschnitt verschiedene Modelle mit Streetart-Werken verschönert.

Bis zum 13. Juli sind die Kunstwerke direkt in der Anlage ausgestellt. Gleichzeitig läuft eine Versteigerung der kleinen Werke. Mehr Informationen dazu findet man auf der Wunderland Homepage.

In Straßen diesen Maßstabes zu arbeiten, muss auch für die Künstler eine spannende und ungewöhnliche Erfahrung gewesen sein.

Ein ganzer Turm wurde vom spanischen Streetart-Künstler Okuda in bunte Farben getaucht.

Die „Ponte dei Preti“ wurde von Zezão (São Paulo) mit einem großformatigen Miniatur-Graffito versehen.

Kubistische Boote setzte Björn Holzweg (Hamburg) in den Canal Grande.

Asheafi Mestika (Addis Abeba) und Nils Kasiske (Hamburg) gaben den Säulen auf dem Markusplatz ein neues Aussehen.

Kleinstkunstwerke

Kunst wird als Teil unseres Alltags schon lange im Wunderland dargestellt. Mittlerweile kann man aber auch die ganze Anlage des Wunderlandes als eine Art Kunstwerk betrachten, das als Abbild der großen Welt diese pointiert darstellt und kommentiert.

In Österreich schuf Gaston vor kurzem u.a. ein Modell der Hundertwasser Kriche Bärnbach und versäumte es dabei nicht, im Aushangkasten des Gotteshauses ein winziges Plakat des FC. St. Pauli hinein zu schmuggeln.

In Knuffingen rollt neuerdings ein literarischer Zug, natürlich gestaltet von einer echten „Leitstandhexe“.

In Hamburg genießt man beim Public Viewing große Filmkunst. Im Hintergrund…

Neuschnee

Insgesamt wurde in den vergangenen Monaten viel Renovierungsarbeit in die älteren Abschnitte gesteckt. Besonders merkt man das in Skandinavien. In Schweden funkelt eine neue Schneedecke und Bobby hat viele neue Figuren und Szenen gesetzt. Auch die Villa Kunterbunt erhielt eine Grundsanierung und macht ihrem Namen nun wieder alle Ehre.
Gegenüber in Norwegen hat vor allem Teresa einen grünen Daumen bewiesen und die Böden komplett erneuert. Das sieht wunderschön aus.

An der Nordostsee wurden die Deiche ebenfalls neu begrünt. An der Insel dümpeln zwei Rettungsinseln und am Fuße des Leuchtturms entdecken wir eine etwas Unheimliche Gestalt…

Nachtrag

Eine Woche später hängen im Österreich-Abschnitt nagelneue Kabinen an einem stramm gespannten Seil und drehen nun auf Knopfdruck ihre Runden.

6 Antworten auf „Klein(st)kunst“

  1. Tolle Aktion und tolle Fotos.

    Schade, dass die Streetart nur bis Mitte Juli zu sehen ist! Aber mit deiner Reportage ist es ja fast wie selber dagewesen.

    1. Ja, das waren mal wieder dankbare Motive…

      Die Idee ist wirklich cool. Wäre wirklich schön gewesen, die Kunstwerke etwas länger in der Ausstellung sehen zu können, aber sie gehen ja für eine gute Sache weg.

  2. Na, das ist ja eine schöne Ausrede für einen Sondertrip ins Wunderland: „Die Aktion dauert nur vom 03.07. bis 13.07.2018 …“ 🙂

    Da kommt sofort wieder Eifersucht auf die hanseatischen Möglichkeiten auf. Andererseits informierst Du hier stets in so herrlicher Genauigkeit und Qualität, dass man eigentlich dankbar für Deine zwischengeschobenen Besuche sein muss.

    Danke!
    Alf

    1. Ja – und ich habe sicherheitshalber nicht nachgeschaut, ob die Schleuse funktioniert. So habe ich für alle Fälle noch eine Ausrede, falls es mich den nächsten Wochen mal wieder in die Speicherstadt zieht…

      Ich werde berichten 😉

  3. Bei den Bildern von der Tal- und Bergseilbahn (Wildspitzbahn) hast Du geschrieben das nur noch die Zug und Tragseile eingefädelt werden müssen. Wenn ein Zugseil eingefädelt werden soll könnte man als Kabine einen kleinen möglichst leichten ZUG an das Tragseil hängen. Aprilscherz.
    Danke für die vielen tollen klaren Bilder. Genial geworden meinen Respekt.

    Viele Grüße

    Christoph Köhler

    1. Hallo Christoph,
      danke für´s Vorbeischauen. Die Seilbahn hat ganz schön viele kleine Rollen an den Stationen und an den Masten. Bin gespannt wann dort dort die Kabinen aufgehängt werden. Gaston macht das schon… 🙂

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