MFM 2012 – Backstage

 Veröffentlicht von am 08.09.2012
Sep 082012
 

Das war wie Weihnachten und Silvester zusammen: Beim 10ten MFM, dem jährlichen Treffen der *Forumanen* im Miniaturwunderland war die Anlage nach der offiziellen Schließzeit noch einige Stunden exklusiv für die 62 Teilnehmer geöffnet. Und als wenn das nicht schon genug wäre, war auch noch freier Zugang hinter die Anlage gestattet, also zu den schmalen Wartungsgängen, die man zu normalen Öffnungszeiten nicht, oder nur mit Führung betreten kann.
Klar, dass wir von dieser Gelegenheit reichlich Gebrauch gemacht haben… 🙂

Logo 2012 by Alf Meyer

Beginnen wir die Expedition hinter die Anlage am großen Wasserbecken in Skandinavien

Zunächst läuft uns ein Rudel Rentiere über den Weg, ein klassisches Motiv des Wunderlandes, dass man von „vor der Anlage“ kaum wahrnimmt.

Und hier noch eins, es hat offensichtlich den Anschluss verpasst und sucht sich neue Freunde.

Hier hat es jemanden ganz böse erwischt – wer mag das wohl sein? :))

Auch dieses Relikt des kalten Krieges ist irgendwo ganz hinten im Schweden-Bereich versteckt.

Aus der Nähe betrachtet erkennt man erst, wie aufwändig und detailliert die Stabkirche Borgund nachgebaut ist.

Dieser Kleine Bahnhof mit dem malerischen Flüsschen ist ebenfalls gut versteckt.

Unter den Felsen der skandinavischen Berge verborgen warten die Züge in riesigen Schattenbahnhöfen auf die nächste Fahrt.

Und für die Schiffe gibt es natürlich auch einen Schattenhafen… Die AIDAblu liegt hier im Becken, der Frachter Jana davor auf dem Trockenen.

Der Zugang zum offenen Meer ist geschickt verborgen und nur vom Wartungsgang aus zu sehen.

Hier kann man schön erkennen, wie die Massen an Eisenbahnzügen im Untergrund auf mehreren Ebenen gefahren und abgestellt werden können.

Mal umgekehrt: erst Brücke dann Insel, dann Dock. Auch ein Anblick, den man hinter der Anlage genießen kann.

Die acht Meter lange Storebeltbrücke mit viel LKW Verkehr schwingt sich hinter der kleinen dänischen Stadt über die Nordostsee.

Die Heidelandschaft bildet den Übergang zum Hamburg-Abschnitt. Auch hier wieder viel detaillierte Modellbaukunst.

Ein paar Meter weiter ist es dann aber schon deutlich weniger idyllisch. Der Hamburger Müllberg aus nächster Nähe betrachtet.

Die vielen Details sind schon genial, wenn man bedenkt, dass hier nur ein Bruchteil der Besucher jemals vorbei kommt.

Aus dieser Perspektive bietet auch der Hauptbahnhof völlig neue Einblicke.

Gleiches gilt für die Drehscheiben des Hamburger BWs…

…und das ICE-Betriebswerk.

Wahnsinn,  Wahnsinn,  Wahnsinn, die Gänge sind an manchen Stellen gefühlte 30 cm breit 🙂
Hier wieder Schattenbahnhöfe auf vier (!) Ebenen. Allein die Verkabelung ist schon sehenswert. Gut zu erkennen sind auch die Rauchmelder, die hier, wie überall unter der Anlage für Sicherheit sorgen.

Ein einsamer ICE bahnt sich seinen Weg zum nächsten Tunnelausgang.

Währenddessen tobt oben das Leben in allen denkbaren Facetten.

Im Hintergrund auf der Brücke ein ICE auf der Schnellfahrstrecke zwischen Hamburg und Knuffingen.

Viele Brücken im Wunderland sind Unikate, die teils im Kit-Bashing und teils als völlige Eigenkonstruktionen aus unterschiedlichsten Materialien gebaut wurden.

Ein Blick auf die verträumte, mittelalterliche Kleinstadt im Harz. Einer der ersten Bauabschnitte im Wunderland.

Huch!

Knuffingen, die Stadt des Car-Systems und Hauptstadt des Wunderlandes. Rückwärtig bietet sich ein schöner Blick auf die Bahnanlagen.

Hier blicken wir auf Brichur, das Städchen im Schweizer Wallis.

Und hier blicken wir unter das Wallis. Brichur liegt hinten links. Unter dem 15t schweren Stahlgestell der Schweizer Alpen gilt Helmpflicht, denn auf dem Weg zum *Besprechungsraum* unter den Bergen kann man sich leicht eine ordentliche Beule holen.

Auch für die Schweizer Züge gibt es in der Unterwelt natürlich viele Abstellgleise und lange Streckenabschnitte, um die extremen Höhenunterschiede in den Alpen zu überwinden..

Was passiert eigentlich, falls hier mal ein Zug entgleist? Ganz einfach – Der See in der Bildmitte…

…wird zur Seite geklappt.

Anschließend kann man bequem mitten in der Schweiz auftauchen.
Einen besseren Blick hat die Gebirgsmarine auch nicht.

Welchen Zweck erfüllt wohl dieser Rollwagen?
Kleiner Hinweis: er wird regelmäßig benötigt, um eine ganz bestimmte Knopfdruck-Aktion zu warten.

Wer noch nicht genug hat…

Fazit:
Einen Blick hinter die Anlage werfen zu können, ist absolut klasse! Gerade, wenn man das Wunderland schon kennt, oder sich für die Technik der Anlage interessiert lohnt sich so etwas auf alle Fälle.
Übrigens kann man das auch zur regulären Besuchszeit tun, indem man an einer Führung hinter die Kulissen teilnimmt.

Ein großes Dankeschön
geht an Alf und Michael für die tolle Organisation, das MFM war einfach klasse!!!

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  5 Antworten zu “MFM 2012 – Backstage”

  1. Dankeschön für Dein „Dankeschön“ 🙂

    Das ist ein sehr liebevoll und mit großartigen Fotos versehener Bericht von Dir. Als Nachlese des Jubiläums-MFM (10. Treffen) ist zu sagen, dass die Organisation für schließlich über 60 Teilnehmer sehr viel Spaß gemacht hat – und alles hat gut geklappt.

    • Hallo Alf,

      auf mein erstes MFM war ich ziemlich gespannt. Es ist ja schon interessant, Menschen, die man nur online kennt und von denen man sich im Laufe der Zeit ein gewisses Bild „erlesen“ hat in Natura zu treffen.
      Es war für mich mich jedenfalls ein Großer Spaß, euch alle im realen Leben kennen zu lernen. Mit einem solchen Haufen angenehm-verrückter Forumanen zwei Tage im Speicher zu verleben, ist schon was ganz besonderes, erst recht, wenn man irgendwann feststellt, dass irgendwo im Obergeschoss noch eine Modellbahnanlage sein soll… (ok, alter Witz, aber beschreibt die Sache ganz gut).
      Ihr habt ein klasse Rahmenprogramm auf die Beine gestellt und dass wir nachts noch so lange „freie Bahn“ hatten, war einfach phänomenal.

      Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Jahr.

  2. Moin, writeln,
    bin durch Dein neues Signet [¤Ξ] drauf gestoßen. Sehr schöne Fotos, Danke dafür.
    Der „Arm aus dem See“ kommt mir irgendwie bekannt vor, den hab ich schonmal wo gesehen. 😉

    Großes Kino, mehr davon.

    • Moin Micha,

      wie nett, dass Du mal vorbeischaust. Der Klönschnack in der Schweizer Unterwelt wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben, auch wenn der Aufbruch dann ein bisschen hektisch war. Schade, dass das nächste MFM erst im September ist.

      Wenn man die aktuellen Wochenbreichte so verfogt, wird es langsam mal wieder Zeit für einen Besuch im MiWuLa. Dann gibt’s sicher auch wieder einen „Komma-5 WB“. 🙂

      Grüße nach NRW

      • Moin writeln,
        einen “Komma-5 WB” Da freue ich mich jetzt schon drauf, zumal die Qualität Deiner Bilder (und Deiner Schreibe) gerade auf AAA+ hochgestuft wurde (Rating-Agentur Standup & Poops). 😀

        Grüße nach HH zurück

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