Mai 162014
 

Hier noch ein paar ganz besondere Bilder vom Hamburger Hafengeburtstag. Statt ihn im Regen an den Landungsbrücken zu verbringen, war ich mal wieder im Miniatur Wunderland. Dort waren ein paar ganz besondere Schiffe zu Gast.

 

Besucher

Vom 9. bis 11. Mai findet der 825. Hamburger Hafengeburtstag statt. Trotz Regen strömen wie in jedem Jahr unzählige Besucher in die Hansestadt, um dem Treiben der großen und kleinen Schiffe zuzusehen.

Kleine Schiffe gibt es an diesen Tagen auch im Miniatur Wunderland in der Speicherstadt zu bestaunen. Dort hat man ein paar besondere Gäste eingeladen. Dirk, Harry und Thorsten sind Modellbauer der IG Mikromodell. Im Gepäck haben sie zahlreiche Schiffe, die während des Hafengeburtstags im großen Wasserbecken der Modellanlage ein ganz besonderes Programm zeigen sollen.

Wer den Hafengeburtstag ohne Regen und das Schlepperballett ohne nasse Füße genießen will, kommt in die Speicherstadt.

 

Prima Ballerina

Das Wunderland hat ein ambitioniertes Programm angekündigt. Zu jeder vollen Stunde soll ein Schlepperballett und eine kleine Parade rund um die Insel gefahren werden.

Dabei gibt es zahlreiche Widrigkeiten zu überwinden. Tückische Strömungen durch die Gezeitensimulation und eine Klimaanlage, die mit wachsender Besucherzahl einen kleinen Sturm entfacht machen das geschlossene Navigieren zu einem kniffligen Unterfangen. Anfangs ist die Steuerung der „Kuhwerder“ zu sensibel konfiguriert, die „Harle Gatt“ hat Luft im Bugstrahlruder und zwischendurch sind immer wieder die Akkus leer gefahren. Die Skipper haben alle Hände voll zu tun.

Doch der Weg ist das Ziel. Was am Freitagmorgen noch etwas holperig aussieht, klappt Samstag dann schon richtig gut. Den Besuchern gefällt’s anscheinend und die Miniaturkapitäne stehen am Beckenrand den vielen interessierten Gästen Rede und Antwort, während auf dem Wasser ein buntes Getümmel herrscht.

 

Modellmeer

Rund 30.000 Liter Wasser fasst das „Nordostsee“ genannte Becken, in dem die Modellschiffe fahren. Am Schnittpunkt zwischen Kanal und Meer liegt der Hafen von Bergvik. Thematisch werden hier die Häfen von Bergen und Narvik dargestellt.
Da Bergvik ein echter Tidehafen ist, ist der Kanal durch eine Schleuse vom Meer getrennt. Ein idealer Platz für Modellschiffe.

 

Cap San Diego

Das wohl schönste und detaillierteste Schiff der Wunderland Flotte ist die „Cap San Diego“. Ihre große Schwester liegt in direkter Nachbarschaft ein paar hundert Meter weiter an der Überseebrücke im Hamburger Hafen.
Leider ist die Modell „Cap San Diego“ derzeit nicht im Einsatz. In ihrem Plastikrumpf ist ein früher Prototyp für die Schiffssteuerung installiert. Das See- und Hafenamt Bergvik verweigert dem Dampfer deshalb die Zulassung.
Ein Unding, finden die Mikromodell Kapitäne, denn selbst die große „Cap San Diego“ darf noch hin und wieder auf der Elbe fahren. Sie nehmen das hübsche Schiff deshalb kurzerhand an die Schleppleine.

 

AIDAschlepp

Der Star der Nordostsee ist und bleibt die „AIDAblu“. Zum Hafengeburtstag liefen gleich drei ihrer Schwestern die Hansestadt an und so traf man an diesem Wochenende im Wunderland auch einige Passagiere der großen Clubschiffe, die „ihr“ Schiff sehen wollten. Wenn sie sich nicht gerade an der Ladestation regenerierte, war sie fast ohne Pause im Einsatz.

Mit einer Länge von 2,20 Metern (!) ist sie das größte Schiff im Miniatur Wunderland. Die Runde um die Insel ist mit so einem Brocken schon ein Törn, bei dem man sich nicht ablenken lassen sollte, denn viel Platz ist da nicht mehr übrig zwischen Leuchtturm, Dock und Plexiglasscheibe.
Vollkommen klar also, dass die Mikromodellbauer dieses Manöver auch als Schleppfahrt machen mussten. Zwei Meter Schiff, zwei Schlepper und eine Fernbedienung. Kann das funktionieren? Und falls ja, auch rückwärts?

 

Feuerwehr

Selbstverständlich ist das Manöver geglückt. Wäre etwas schief gegangen hätte aber gerade an diesem Tag auch eine gut ausgerüstete Flotte von Rettungs- und Hilfsschiffen zur Verfügung gestanden.

 

Auto fahren

Die Mikromodellbauer haben neben ihren Schiffen auch ein paar Autos mitgebracht. Die kleinen Fahrzeuge können per Funk ebenfalls selbst fahren und das tun sie dann auch…

 

Tauchboote

Nicht nur auf und über dem Wasser ist an diesen Tagen viel los, denn es sind auch zwei Tauchboote angereist, die die Unterwasserwelt des Wunderlandes erforschen und auch prompt fündig werden. Die Wunderlandmodellbauer haben auch unter Wasser ihre Spuren hinterlassen.

 

Fazit

Der Hafengeburtstag im Miniatur Wunderland war große Klasse. Das Haus war voll und die Stimmung gut. Die kleinen Schiffchen der Mikromodellbauer waren ein echtes Highlight.

Im Laufe der Tage schaute auch der eine, oder andere Forumane und Geländergott vorbei. Am Samstag gab es dann noch Besuch von Hamburgs Brücken Bloggerin Sabine.

Besonders danken möchte ich Dirk, Harry und Thorsten, die zusammen mit dem Wunderland dieses tolle Ereignis möglich gemacht haben, außerdem Alf für die perfekte Organisation und ganz besonders den Wunderland Mitarbeitern, die trotz des vollen Hauses die Veranstaltung so engagiert begleitet haben und jederzeit mit Rat und Tat zur Seite standen.

Danke für die unglaubliche Gastfreundschaft!!!

Hier noch ein paar Links zu dem Thema:

Bericht vom Skipper
auf der Homepage von Harry

Offizieller Wochenbericht
auf der Homepage des MiWuLa

Eindrücke vom Wunderland Besuch
auf der Seite von Hamburgs Brücken Bloggerin

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